
Wanda Landowska – Eine große Interpretin und Pädagogin
Werke von William Byrd, François Couperin, Jean-Philippe Rameau, Giuseppe Domenico Scarlatti, Johann Sebastian Bach und Frédéric Chopin
Dmytro Kokoshynskyy,
Cembalo, zweimanualig 1930 von J.C. Neupert, Bamberg
Cembalo, zweimanualig nach Christian Zell, Hamburg, 1728
Ihr Spiel war voller Leben, sprühend im Rhythmus und ohne Pedanterie, ihre Interpunktionen waren sprechend und die Phrasierung stets natürlich.“ So beschreibt einer der Kammermusikpartner, der Gambist Paul Grümmer, die Musikerin Wanda Landowska. Was wäre die Cembalowelt heute ohne den Pioniergeist Wanda Landowskas, das Instrument Cembalo zu Beginn des 20. Jahrhunderts salonfähig zu machen? Als Erste in dieser Zeit spielte sie z.B. Bachs Goldbergvariationen eben nicht auf dem Klavier wie sonst (und auch heute noch) üblich, sondern auf dem Cembalo. Anders als der etwas jüngere Cembalist und Gründer der wunderbaren Sammlung von historischen Tasteninstrumenten, Fritz Neumeyer, spielte Wanda Landowska jedoch nur selten auf historischen Instrumenten. Ihre Berühmtheit war verbunden mit der Verwendung eines sehr großen und modern konzipierten Pleyel-Cembalos. Manuel de Falla und Francis Poulenc komponierten für dieses Instrument und widmeten ihre Werke Wanda Landowska. Ihre brillante Technik, ihr kluges Musizieren und ein enormes Durchsetzungsvermögen
begründeten eine erstaunliche Karriere, die auch durch die Flucht nach Amerika nicht gestoppt werden konnte.
Der junge ukrainische Cembalist Dmytro Kokshynskyy widmet sein Konzert dieser Ausnahmekünstlerin und spielt Werke, die oft auf den Konzertprogrammen Wanda Landowskas standen.