
„Sophie Scholl und die Musik“
Dmitry Ablogin, Hammerklavier von Conrad Graf, Opus 1068, Wien 1826/27
Rebecca Raimondi, Violine
Dmitry Hahalin, Viola
Clara Pouvreau, Cello
Juliane Bruckmann, Kontrabass
Chris Beer – Lesung
Sophie Scholl, die wie ihr Bruder Hans aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der „Weißen Rose“ und der Flugblattaktion gegen den Krieg und die Naziherrschaft umgebracht wurde, entstammt einer bürgerlichen Familie, in der Musik eine große Rolle spielte. So spielte Sophie selbst Klavier, und es wurde zu Hause gemeinsam musiziert. Ein Reflektieren über die Vorzüge der Musik Johann Sebastian Bachs, die sie „kaum entbehren“ könne, aber insbesondere auch derer von Franz Schubert und Wolfgang Amadeus Mozart war ihr offenbar schon in ihrer frühen Jugendzeit sehr wichtig.
Wie hören wir heute aber Schuberts berühmtes Forellenquintett, wenn wir wissen, dass es für Sophie die letzte Musik war, die sie am Tag vor ihrer Verhaftung hörte?
In diesem Konzert erwartet Sie neben dem wunderbaren Forellenquintett mit dem Klavierquartett g-Moll von Mozart ein anderes kammermusikalisches Meisterwerk. Lassen Sie sich gleichermaßen auf die wunderbar geschriebenen Briefe Sophie Scholls an ihren Verlobten Fritz Hartnagel und andere
Weggefährt*innen ein, in denen sie auch ihre politischen Gedanken einfließen lässt, die nichts an Aktualität eingebüßt haben.
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791):
Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello
g-Moll KV 478
Allegro – Andante – Allegro moderato
Franz Schubert (1797-1828)
Quintett A-Dur für Klavier, Violine, Viola, Violoncello und
Kontrabass D 667 „Forellenquintett“
Allegro vivace – Andante – Scherzo/Presto –
Thema/Andantino/Variazioni 1-5/Allegretto –
Finale/Allegro giusto
Lesungen aus Briefen von Sophie Scholl (1921-1943)